Tafel 7: Fürstabt Bonifaz II. zur Gilgen 1664-1725
Infotafel
(Text: Töni Brunold, Bad Ragaz)
Fürstabt Bonifaz II. zur Gilgen aus Luzern, geboren am 26. April 1664, war eine herausragende Persönlichkeit, bekannt als der «Vater der Armen, Witwen und Waisen». Er zeichnete sich durch seine Barmherzigkeit und Fürsorge aus. Seine Lehren von Güte, Disziplin und Wissen machten ihn zu einer Quelle der Inspiration und Orientierung für viele.
Zeittafel der Kirchlichen Laufbahn
1681: Eintritt in den Orden: Profess am 15. Mai 1681.
1688: Priesterweihe in Augsburg.
1688, 1695 bis 1702: Pfarrer in Valens
1689: Lehrer und «Instruktor morum – «Anleiter der Lebensführung»
1703: Novizenmeister
1706: Administrator und Dekan Kloster Pfäfers
1707: Wahl zum Abt, Benediktion durch Nuntius Vincenz Bicchi in Rom
1712: Flucht nach Rankweil bei Einnahme St. Gallens durch die Reformierten
1712: Rückkehr ins Kloster Pfäfers im Oktober
1713: Renovation der Kapelle St. Georg in Pfäfers
1724: Schlaganfall, Verwaltung des Klosters wurde aufgeteilt
1725: Tod am 30. Juni, Beisetzung in der St. Maria Magdalenenkapelle
Einweihung der Kapelle im Bad Pfäfers
Von 1704 bis 1716 errichteten die Äbte Bonifaz I. Tschupp von Sursee LU und Bonifaz II. zur Gilgen das heutige Badhaus mit Kapelle sowie das 1974 abgebrochene Hinterhaus. Die Kapelle wurde am 2. September 1716 eingeweiht.
Schreinermeister Bislin aus Pfäfers fertigte Decke, Pforte und Altarmensen. Hans Rosenkranz aus Ragaz schuf die Altäre mit Laubschnitzereien, während Bildhauer Johann Müller aus Feldkirch das Marienbild mit Engeln gestaltete. Maler Hunger aus Rapperswil bemalte das Bild und die Decke. Der eine Seitenaltar zeigte Maria Magdalena, das Laubwerk bildete den Chorbogen mit dem Wappen des Abtes.